All you knit is love – Im Interview mit Knitters Gründerin Stephanie Epstein

Zum zweiten Mal meldet sich die Kreativität aus dem Hause Epstein, denn heute stelle ich euch die 23-jährige Strickfee und Unternehmerin Stephanie Epstein vor, Schwester von Fotografin Jessica, von der ihr bereits hier lesen konntet. Momentan studiert Stephanie Media Managment an der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden und ist Gründerin des aufstrebenden Projektes „Knitters“.
Den eigenen Online Shop für gestrickte und genähte Accessoires gründete sie bereits 2013 nach dem Abitur und stellt seitdem jedes der Produkte liebevoll in Handarbeit her. Die qualitativ hochwertige Wolle und Stoffe stammen dabei größtenteils aus Deutschland, gelegentlich kauft sie auch bei Reisen in Thailand oder Indonesien persönlich ein, sofern sie besonders schöne Materialien entdeckt. Unsere gemeinsame Freundschaft begann bereits 2014, sodass ich den wachsenden Erfolg von Knitters stetig mitverfolgen konnte:

Chery: Seit wann ist Stricken schon eine Leidenschaft von dir, womit fing alles an?
Stephanie:
Mit dem Stricken habe ich zu meiner Konfirmation angefangen, als ich mir damals für mein Kleid einen cremefarbenen Gürtel gestrickt habe.

Chery: Seitdem ist ja einiges passiert – Wie ergab es sich danach einen eigenen Shop aufzubauen?
Stephanie:
Die Idee Knitters zu gründen kam, als ich sehr viel für mich selbst strickte und nähte. Das wurde dann einfach zu viel, daher bin ich auf den Gedanken gekommen einen Dawanda-Shop zu eröffnen. Später habe ich dann meinen eigenen Online-Shop unter www.knitters.de erstellt.

Chery: Welche Items erwarten die Kunden dort? Kann man auch etwas in Auftrag geben?
Stephanie:
Ich verkaufe generell nur Accessoires. Meine Produktpalette umfasst Turnbeutel, Shopper-Bags, Handytaschen, Schals, Beanies, Stirnbänder und Topflappen. Auf Nachfrage kann ich auch individuell nach Stoffwünschen Stücke anfertigen. Dafür berechne ich lediglich einen Aufschlag von 5€.

Chery: Welche Modelle machen dir in der Produktion am meisten Spaß? Welche sind besonders kompliziert?
Stephanie:
Am meisten Spaß macht mir das Stricken von Stirnbändern, dort kann ich mit Formen und Farben variieren. Am kompliziertesten sind eigentlich die Handytaschen, da diese oft maßgenau an das bestimmte Smartphone angepasst werden müssen.

Chery: Viele Teile bestehen aus unterschiedlichen Materialien und Schnitten. Woher beziehst du deine neuen ideen, was inspiriert dich?
Stephanie:
Wenn ich in den Stoff- oder Wolläden einkaufen gehe, inspirieren mich dort die verschiedenen Eindrücke. Vor Ort stelle ich mir dann das fertige Produkt im Kopf vor. Außerdem besuche ich gerne Kreativmessen und beziehe dort weitere Inspirationen.

Chery: Das stimmt, wir sind ja regelmäßig auf Designmärkten unterwegs oder ich treffe dich dort mit deinem Stand 🙂 Wo ist Knitters im Web vertreten?
Stephanie:
Knitters ist auf nahezu allen Social-Media Plattformen präsent. Man findet mich auf Facebook, Instagram, Google+, Shpock, Dawanda und natürlich auf der eigenen Website. Ganz neu ist, dass ich jetzt auch bei Amazon Handmade angemeldet bin. Außerdem ist mein Verkaufsstand öfters auf dem Planke Nord Handmade Flohmarkt zu finden oder auf kleinen Weihnachtsmärkten hier in der Region.

Chery: Worin bestehen die größten Herausforderungen als selbstständiger Knitter?
Stephanie:
Die Herausforderung besteht darin effizient zu arbeiten und einen fairen Preis zu bestimmen. Oft steht der Arbeitsaufwand nicht mit dem Geld im Verhältnis, das man für das Produkt erhält. Außerdem ist es oft schwierig auf Märkten Preise zu rechtfertigen. Viele Kunden, die nicht verstehen was es bedeutet alle Accessoires selbst herzustellen, wollen die Preise nicht ganz akzeptieren. Dabei sind meine Produkte relativ günstig, die Preisspanne beginnt ab 12€ und endet bei 39,90€.

Chery: Das ist leider oft der Fall in der Selfmade-Industrie. Knitters ist jedenfalls fester Teil deines Alltags – wie viel Zeit nimmt das Ganze in Anspruch? Wie vereinbarst du die Arbeit daran mit deinen sonstigen Verpflichtungen?
Stephanie:
Es nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch, nahezu meine ganze Freizeit verbringe ich damit. Aber es macht natürlich auch Spaß! Ich kann dabei Arbeit und Hobby sehr gut in Einklang bringen, da man stricken z.B. auch in Bus und Bahn kann.

Chery: Hattest du auch schon mal eine Phase, in der du die Wolle nicht mehr sehen konntest?
Stephanie:
Nein so eine Phase hatte ich noch nie! Es ist fast wie eine Sucht. Manchmal beim nähen kann es sein, dass man kurzzeitig die Lust verliert, da man manchmal in eine „Fließbandproduktion“ hineingerät. Da hilft einfach nur eine 1-2 stündige Pause.

Chery: Worauf möchtest du nicht mehr verzichten, was macht das Flair von Knitters aus?
Stephanie:
Ich bin von meinem Stil her sehr am Puls der Zeit und spreche oft jüngere Zielgruppen an, die meisten sind in meinem Alter. Ich gestalte jedes Produkt so, dass ich es selbst tragen würde.

Und das Konzept geht auf! Knitters engagiert sich im Store, mit Social Media Channels, als Marktstand für Designfans oder gibt auch mal einen Workshop. Wer sich selbst von den handgemachten Trends überzeugen möchte, folgt dem roten Faden zu www.knitters.de! Nekonique wünscht weiterhin viel Erfolg und fröhliches Stricken!

Fotos: Knitters

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