„Diese Creme bringt deine Haut zum Strahlen! … Im Dunkeln. Während dein drittes Auge wächst.“ – Abhilfe mit Codecheck!

Was ist da eigentlich drin? Tut mir das gut oder klopp‘ ich’s am besten gleich in die Tonne? Ich hatte dauernd solche Fragen, bis ich vor zwei Jahren auf Codecheck stieß. Heute will ich das kleine Helferlein nicht mehr missen und dachte dass es dem ein oder anderen Foodjunkie oder Beautyguru unter euch sehr nützlich sein könnte.

In unserer jetzigen Zeit muss man immer wieder drauf achten, was man sich da eigentlich zwischen die Beißerchen schiebt. Inhaltsstoffe, Qualität und Herkunft sind nicht nur Knackpunkte im Bereich Nahrung, sondern auch bei Kosmetik- und Pflegeprodukten, die man täglich konsumiert. Viele Menschen machen sich dabei gar keinen großen Kopf, wenn „Is gut für dich“ drauf steht, wird schon „gut für dich“ drin sein. Die Wenigsten kämpfen sich dabei durch den aufgedruckten Dschungel aus chemischen Fachbegriffen und versteckten Schummelbezeichnungen, denn wer hat bitte Zeit jedes Etikett zum Studium zu machen und gleichzeitig den 10 Minuten Hektik-Einkauf zu stemmen? Gäbe es bloß ein zuverlässiges Helferlein, das uns diese Arbeit abnehmen würde… Gibt’s nicht? Gibt’s doch!

Was als kleine Diplomarbeit von Roman Bleichenbacher an der Basler Hochschule für Gestaltung begann, etablierte sich mit über 23 Millionen gelisteten Items zur größten Datenbank für Produktchecks Deutschlands. Das Projekt „Codecheck.info“ verfolgt das Ziel kritischen Verbrauchern bei ihrer Kaufentscheidung zur Seite zu stehen und durch unabhängige, umfangreiche Produktinformationen einen gesunden, nachhaltigen Lebensstil zu fördern. Dazu existiert Codecheck als Website online und für unterwegs als kostenlose App. Wie das ganze funktioniert?

Codecheck Nekonique App

Jedes Item mit Barcode kann ruckzuck vom Handy gescannt werden, um es zu identifizieren. Anschließend zeigt sich eine Liste sämtlicher Inhaltsstoffe in den Farben Grün, Gelb und Rot. (Man kann die Codes alternativ per Hand oder einfach den Namen des Artikels eintippen). Grün steht dabei für gesundheitsförderliche/unbedenkliche Stoffe, Gelb für eingeschränkt empfehlenswerte Stoffe und Rot für schädlichen Inhalt.
Das tolle daran ist, dass nicht nur der Faktor für menschliche Gesundheit zur Farbgebung einfließt, sondern auch ob dieser an Tieren getestet wird oder für die Umwelt erhebliche Schäden verursacht. Tippt man nun auf einen der Inhaltsstoffe wird der Fachbegriff kurz in einem Dropdown-Text erklärt (z.B Saccharose = Zucker). Dort erhält man ebenfalls Informationen zur Herkunft des Stoffes (Chemisch? Organisch? Biologisch?), seines Nährwerts und wofür er im Produkt eingesetzt wird (z.B Konservierungsstoff), wer der Hersteller ist und warum er die entsprechende Farbe bekommen hat (z.B Rot für Stoffe, die sich im Labor als krebserregend erwiesen). Man kriegt kurzerhand die ganze Palette an wichtigen Infos auf dem Silbertablett serviert und das in wenigen Sekunden.
Natürlich gibt es für den Großteil der Produkte auch ein Foto und ein Kreisdiagramm, was mittels Grün- und Rotaufteilung einen ersten Hinweis liefert. Sollte man ein bestimmtes Produkt finden, das einem gefällt, aber zu viele Schadstoffe enthält, zeigt Codecheck einem auf Wunsch eine Auswahl an gesunden Alternativen an, die dem Original möglichst gleich sind. Beim Nahrungsmittel-Check kann man sich zudem einen Alarm für Bestandteile installieren, gegen die man allergisch ist, wie zum Beispiel Laktose oder Gluten.

Codecheck Nekonique App

Wenn dieses Tool kein Schätzchen im Alltag ist, dann weiß ich auch nicht! Die Fachinformationen bezieht Codecheck übrigens von Experten aus unabhängigen Organisationen, die seit vielen Jahren international tätig sind und konstant als staatliche Institutionen unter Aufsicht stehen. Somit wird ein bedeutender Beitrag zur Transparenz des Marktes geleistet und mittels der Codecheck-Community ein Anlaufpunkt zum Austausch in den Rubriken Kostemtik, Lebensmittel, Haushalt und Baby ermöglicht. Anlässlich der visionären Leistung erhielt Codecheck bereits den Prix Ars Electronica, den SWITCH Innovation Award und gewann optisch den Eidgenössicher Wettbewerb für Design.

So, und an dieser Stelle möcht‘ ich euch noch was sagen, Leute: Wer sich mal ein paar Kosmetikprodukte aus dem Bad schnappt, der läuft mit deren Überprüfung anfangs Risiko gewaltig auf die Nase zu fallen. Ihr werdet nicht glauben, wie viel Müll und Schadstoffe sich in alltäglichen Cremes und Shampoos befinden und was die Industrie sich rausnimmt einem als hübsch-verpackten Killercocktail vor’s offene Portemonnaie zu schieben. Mal ehrlich, ich werde jetzt keine Namen nennen (ihr werdet es schon selbst merken) aber einige große Labels im Drogeriemarkt haben heftig Dreck am Stecken und gehören bei derartig verseuchten Produkten eigentlich sofort aus dem Sortiment genommen – dabei sind es gerade die Namen, wo die meisten Mädels gleich kreischend hinrennen und kaufen, kaufen, kaufen.
Als ich mich damals näher damit beschäftigte lief’s mir echt eiskalt den Rücken runter… Palmöl und Silikone sind schon irgendwie kacke, klar. Aber hormonwirksame/allergene/unfruchtbar machende Substanzen, sowie Inhalte, die erwiesenermaßen hoch krebserregend sind? In harmlos wirkenden Produkten, die man sich jahrelang täglich auf den Körper schmiert? Hell NO! So nach dem Motto „Hiermit wird dein Haar seidig und stark – achja und wir verändern dein Erbgut. Mach dir nix draus. Dein Kind wird später drei Augen haben, aber deine Frisur wird der Hammer sein.“

Deshalb möchte ich mich hier nochmal für die fantastische Arbeit des Codecheck-Teams bedanken, die so vielen Menschen einen „inneren grünen Kompass“ verliehen haben. Probiert es aus!

Codecheck Nekonique App

Fotos: Codecheck.info

Das Copyright saemtlicher vom Autor erstellten Grafiken und Texte bleibt allein bei nekonique.de, eine Vervielfaeltigung oder Verwendung bedarf ausdruecklicher Zustimmung des Autors!

3 Kommentare

  • MimiChan

    19. August 2015

    Klasse Tipp, danke! Hab’s gleich mal ausprobiert und unser Bad durchforstet xD

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  • Jan

    19. August 2015

    hab schon ne weile nach sowas gesucht. vor allem nett dass die mal unabhängig sind 😉

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