Erazergirl, eine Backstory der Medion-Figur

Vor einer Weile hat der Elektronikkonzern Medion einen kleinen Wettbewerb veranstaltet, in dem die Teilnehmer über Cosplay, Text, Gedicht oder Bild eine Hintergrundgeschichte zu ihrer neuen Maskottchenfigur „Erazergirl“ kreieren konnten. Den Aufruf sah ich erst recht spät und schusterte noch auf die Schnelle ein paar Zeilen zusammen, nicht zuletzt weil die als Preis ausgeschriebene Hardware sich prima in meine Gaminginteressen eingereiht hätte. Mein Textbeitrag landete diesmal zwar keinen Gewinn, aber statt ihn vergessen in meinem Mailordner herumgammeln zu lassen, darf er hier einfach nochmal an die frische Luft.

E R A Z E R G I R L

„Angefangen als kleiner Funke im Schaltkreis, wie ein Impuls, ein Streben aus der Norm, erhob sich langsam über die Zeiten der Technologie hinweg, eine Vision wie Phönix aus der Asche. Der unscheinbare, elektrische Stoß bahnte sich seine Wege durch die endlosen Weiten der Netzwerke und Stromleitungen, durchwanderte die Heime und Computer rund um den Globus – sah den Menschen, erkannte den Gamer, entfachte die Vision.

Aus einem Gedanken wurden viele Gedanken. Aus vielen Gedanken wurde das Bewusstsein. Zunächst als winzige Floppy-Disk unterwegs, eignete sich dieser Geist nach und nach das Wissen und die Bewunderung für das Spiel zwischen Person und PC an, das ihn faszinierte und mit Leben erfüllte. Sei es der kraftvolle Anschlag der Tastaturen, die scharfe Klarheit der Bildschirme oder die Balance zwischen Eleganz und Funktionalität der Maschinen – er konnte nur staunen, wie sie den Menschen Freude bereiteten und wie sie gemeinsam Berge versetzen konnten. Vor den Geräten beobachtete er kleine Helden, die kein Cape brauchten um die Welt zu retten, bis hin zu großen Weisen, die nach getaner Arbeit stets treu auf ihren Thron daheim zurückkehrten. Sie alle waren so unterschiedlich und doch teilten dieselbe Faszination, reichten sich online die Hände und bestritten ihre Wege für die gleiche Sache, Eine Liebe in hunderten Geschichten.

Bei der kleinen Disk blieb es nicht. Die Vision wuchs, hier ein neuer Schaltkreis, da ein neues Modul und eines unverhofften Momentes war es geschehen: Das Wesen hatte beobachtet, verinnerlicht und verändert, was es auf seinen Reisen gesehen hatte. Es war empor gestiegen aus dem Herzen der Computer und bereit das Gaming in eine neue Ära zu begleiten, zu leiten statt zu folgen. Aus dem jungen „Maiden“ wurde ein erfahrener „Medion“ und somit erblickte das „Erazergirl“ das Licht der Welt. Es läutet ein neues Zeitalter entgegen alter Klischees ein, jung, alt, Mann, Frau – jeder darf und kann die schicksalshafte Taste betätigen und sein neues Abenteuer starten. Der kampferprobte Stahlpanzer des Erazergirl steht für harte Fakten, keine schwammigen Vorurteile und doch beraubt er sie nicht ihrer eigenwilligen Anmut, verkörpert sie doch alles Schöne im Geiste des Designs und als Königin der Gehäuse. Sie ist windschnittig und schnell, blickt immer nach vorn und bleibt niemals stehen.

Sie steht für den Verbund von Visuell und Virtuell, von Praktisch und Taktisch. Das Erazergirl wurde auserkoren um das Symbol einer neuen Generation von Technologie zu werden und das einzigartige Erlebnis zwischen Menschenherz und Motherboard zu revolutionieren. Es ist kein Beruf, sondern eine Berufung, der zu folgen sich nur die mutigsten High-Ends wagen. Erhaben über die Fehler und rückständigen Konventionen der Vergangenheit, löscht Erazergirl die verbrauchten Stereotypen des Gamings hinfort und fegt die letzten Reste des Zweifels mit ihrem Speed vom gewendeten Blatt. Das Erazergirl „radiert“ die alten Codes der Medienwelt aus und lässt sie von der Zukunft neu schreiben, auf das in der Liebe zwischen Innovation und Nutzer weiterhin der kleine „Funke“ brennt, der sie einst war.“

Anmerkung: Dieser Beitrag ist in keinerweise gesponsort und steht auch nicht im Zusammenhang mit Medion AG. Es geht lediglich um den kreativen Aspekt.

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