Mit Prynt vom Smartphone zur Instant-Kamera

Generation „Irgendwas mit Medien“ hat nicht erst seit gestern die Fotografie für sich entdeckt. Was uns täglich auf professionellen Freelancer-Seiten, künstlerischen Tumblrposts oder als Schnappschuss auf Instagram präsentiert wird, deckt eine weite Bandbreite an Kompositionen und Momentaufnahmen ab. Leider ist der Genuss dieser Kunst meist von kurzer Dauer, ein schnelles Like und Zack verschwindet die Erinnerung in dem unendlichen Sog aus vergangenen Posts. An dieser Stelle meldet sich Prynt zu Wort, ein kleines, praktisches Gagdet, das das Smartphone zur Instant-Kamera umfunktioniert.

Bei dem Entwicklerteam von Prynt handelt es sich um eine 7-köpfige, bunt gemischte Truppe internationaler Fotografie-Enthusiasten, die aus den Feldern Design, Ingenieurswesen und Marketing stammen. Bereits 2014 erfreute sich ihre Kickstarter-Kampagne zur Entwicklung der kleinsten Sofortbild-Erfahrung auf dem Markt großer Beliebtheit und erzielte ein Crowdfunding von sagenhaften 1,5 Millionen US-Dollar.

Zwar konnte das Produkt mit der passenden Bearbeitungs-App in Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten für iOs-Nutzer zur Verfügung gestellt werden, jedoch blieben Besitzer von Android-Handys vorerst aus. Entsprechend überwältigend war die Anzahl der Nachrichten, die die Hersteller mit Bitte um Erweiterung erreichte. Deshalb geht Prynt nun in die zweite Runde und bringt nach reichlich Feedback und Verbesserungen die Next-Gen Version ihres Mini-Druckers raus.

Prynt-Pocket bietet nicht nur Freundesgruppen, Kollegen und auf Familienfeiern ein schnelles Andenken, sondern kann auch für das heimische Dekoprojekt genutzt werden, den Möglichkeiten sind nur die Grenzen der eigenen Kreativität gesetzt. Es ist an sich eine schöne Idee den besonderen Moment auch mal wortwörtlich „in der Hand halten“ zu können, statt ihn zu einem der vielen gleichförmigen Online-Klebezettel verkommen zu lassen, die wir uns dann nie wieder ansehen. Trotzdem darf nicht vergessen werden, dass ein exzessives Drucken von den unzähligen, verlockenden Spontanaufnahmen mit unseren Liebsten nicht gerade den ökologischen Daumen-Hoch verdienen würde, der gerade heutzutage so gefragt ist, da viel Geknippse gleich viel Papier.

Aber wer weiß, vielleicht besinnen wir uns gerade durch die Limitierung auf ein reales Medium dahin zurück, welche Augenblicke wirklich wichtig sind, dass wir uns genau überlegen was wir tatsächlich an andere weitergeben wollen und wann es sich auch mal lohnt das Smartphone ganz aus der Hand zu legen und den Moment einfach nur so zu genießen, wie er gerade ist. Denn was Prynt verlässt ist schließlich nicht für die gesichtslose Social Media Welt, sondern ganz privat für uns.

Mehr zu dem Team ↑ und Projekt findet ihr auf Kickstarter.

Fotos: Prynt, Kickstarter

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