Behind the Mind – Jessica Epstein

Warme Blicke, greifbare Situationen, pure Farben und Plätze, die zu atmen scheinen. Wer all das mit seiner Linse einzufangen vermag? Na, unser heutiger Behind-the-Mind-Ehrengast, Jessica Epstein!

Am 19. Januar 1996 erblickte der kreative Kopf in Rüsselsheim das Licht der Welt und bekam gleich eine ordentliche Portion Tatendrang mit in die Wiege gelegt. Ansässig in Mörfelden-Walldorf, einem idyllischen Städtchen zwischen Mainz und Frankfurt, entdeckte sie bereits mit 13 die Liebe zur Fotografie und folgte daraufhin dem neu erforschten Ruf der Kamera. Unter ihrem Motto „Fotografie gelingt, wenn man stets versucht das Besondere in Dingen zu sehen, und dies festzuhalten“, ergab sich ein zielstrebiger Werdegang aus autodidaktischem Lernen und Feingefühl für den ganz besonderen Augenblick.

Mit gerade mal 19 Jahren kann sie bereits auf über 1300 Abonennten bei Instagram unter dem Nick „Hoppelhase“ und erfolgreicher Zusammarbeit mit der Postbank, Möwathlon, Knitters Handmade by Stephanie Epstein und mehr zurückblicken. (Bei wem der Groschen noch nicht gefallen ist, Letzteres ist ihre große Schwester, psst!) Da der Umgang mit der Cam nicht Jessica´s einziges Talent bleibt, konnte sie zudem noch einige Illustrationen und Portraits in öffentlichen Ausstellungen präsentieren. Chapeau! ^o^

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Die Schnappschüsse bestechen durch weiche, satte Farbnuancen, einer organischen Bildaufteilung, die es versteht das wichtigste Motiv dezent in den Vordergrund zu heben und das Talent, zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Situation den Knips! zu setzen, um die Essenz der Sekunde festzuhalten. Dadurch wirken die Momente greifbar, sie sind natürlich und versetzen den Betrachter in ein Gefühl von authentischer Empathie.

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere kommen der Künstlerin vor´s Objektiv. Durch Einsatz sanfter Tiefenunschärfe und gezielter Beobachtungsgabe entstehen ganz freie, unbefangene Aufnahmen, die den spielerischen Charakter jeden einzelnen Vierbeiners individuell wiedergeben.

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Auch Natur und Gegenstände weiß sie gekonnt in Szene zu setzen, das Spiel aus kontrastreichen Tönen und natürlicher Symmetrie macht Lust gleich selbst zur Kamera zu greifen und gibt uns einen Denkanstoß auch in den simpelsten Dingen das Außergewöhnliche zu sehen. In Zukunft möchte Jessica übrigens Kommunikationsdesign studieren, weiteres findet ihr prompt im Nekonique-Interview:

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Nekonique Jessica Epstein Fotografie

Chery: Wann hast du zum ersten Mal zur Kamera gegriffen und wie kamst du zur Fotografie?
Jessica: An das allererste Mal kann ich mich gar nicht mehr erinnern aber es war eine silberne Lumix Digitalkamera mit der ich alles geknipst hab, was mir vor die Nase kam. Ich war damals 13 und schon begeistert von der Fotografie. Momente für immer festzuhalten und diese Einzigartigkeit an jedem Foto haben mich fasziniert. Die Kamera und ich waren eins. Mit Weheartit, Flickr und Tumblr hat das ganze dann so richtig angefangen.
Dort habe ich Bilder gesehen, die ich unbedingt auch so hinbekommen wollte. Ich kaufte mir eine Spiegelreflexkamera und fand großes Gefallen meine eigenen Fotos zu kreieren. Daraus hat sich dann mein eigener Stil entwickelt und meine Leidenschaft ist geblieben. Dann habe ich meine Freunde in mein Studio eingeladen und Portraits geschossen, bis ich jeden Freund und Bekannten mehrmals abgelichtet hatte. Ich startete Fotoprojekte, die ich ausstellte, gewann bei Wettbewerben, gab Fotokurse und kaufte mir von dem Geld neue Kamerautensilien. Heute bekomme ich viele Aufträge und spreche auch oft Leute auf der Straße an um sie portraitieren zu dürfen, weil sie mir so positiv auffallen. Ich bin immer auf der Suche nach schönen Gesichtern.

Chery: Woraus beziehst du deine Inspiration oder schöpfst neue Fantasie?
Jessica: Meine Inspiration ziehe ich aus der Jugend und dem Verliebtsein, der Idee eines freien, unabhängigen Lebens. Aber auch aus Modezeitschriften und dem Internet. Aber am Meisten aus dem Moment und der Stimmung, die ich auf dem Foto festhalten will. Ich bitte meinen Models immer und immer wieder, dass sie ihre Gefühle, die sie zu dem Zeitpunkt empfinden in ihrem Gesicht zum Ausdruck bringen sollen, damit das Foto an Ausdruck gewinnt. Am Liebsten fotografiere ich bei Sonnenuntergang. Aber auch Tumblr und Instagram sind meine Inspirationen. Wenn ich auf Reisen bin, entstehen meist die besten Fotos, da es Schnappschüsse sind. Die sind am authentischsten.

Chery: Nach welchen Kriterien wählst du deine Motive aus, was sollten diese mitbringen?
Jessica: Sie müssen mir direkt ins Auge fallen und in mir etwas auslösen. Ein Gefühl oder einfach Sehnsucht.

Chery: Wie dürfen wir uns die typische Ausrüstung bei deinen Shootings vorstellen, deinen Workflow?
Jessica: Meine Kamera. Beide Objektive und einen Reflektor. Mit dem Model, das meist eine Freundin von mir ist, fahren wir zu verschiedenen Orten oder spazieren einfach durch die Stadt.

Chery: Gibt es einen bestimmten Model- / Location- / Equipment- Traum, mit dem du schon immer mal arbeiten wolltest?
Jessica: Ich habe eine Liste mit Shooting-orten, die ich versuche ‚abzuarbeiten‘. Aber es gibt natürlich diesen großen Traum von mir, um die Welt zu reisen und für große Kampagnen wie Diesel oder Nike Shootings zu machen.

Chery: Inwiefern beeinflusst deine Tätigkeit dein Leben insgesamt, betrachtest du Situationen und Menschen anders als zuvor?
Jessica: Seitdem ich Fotos mache, gehe ich mit einem ganz anderen Blick durch die Welt, auf Geburtstage, Partys oder in Städte. Meine Augen scannen die Umgebung dauernd nach möglichen Motiven ab. Das mag ein Fluch und ein Segen sein. Ich ärgere mich meistens viel zu oft darüber, wenn ich meine Kamera mal nicht dabei habe. Dann sehe ich nämlich die meisten Motive. Ich bin der Überzeugung, dass man mit Bildern am besten kommunizieren, Botschaften vermitteln und in den Menschen Gefühle und Sehnsüchte erwecken kann. Denn Bilder sagen mehr als Tausend Worte. Fotografie gelingt, wenn man stets versucht, das Besondere zu sehen und dies festzuhalten.

Chery: Wo würdest du dich gern in der Zukunft sehen?
Jessica: Glücklich mit Kamera in der Hand und einem treuen Hund an meiner Seite, der mit mir um die Welt reist.

Chery: Vielen Dank für das tolle Interview und dir weiterhin ganz viel Erfolg auf deinem Weg!

Wie oben kurz erwähnt findet ihr die bezaubernde Fotografin auch auf Instagram und der eigenen Website jessicaepstein.de – Click & Enjoy!

Fotos: Jessica Epstein
(Titelfoto: Nathalie Hotz)

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