„Open“ Office… macht dicht? – Verbleib der Software steht zur Diskussion

Das „Open Office“ macht sich schon lange einen Namen als umfangreiche und bedienfreundliche Bürosoftware und gehört zu den beliebtesten Alternativen zu Microsofts „Word“. Jetzt horchen treue Nutzer jedoch erstmals auf, denn vorsitzender Projektmanager – Dennis E. Hamilton – eröffnete nun via Mail die Diskussion über ein mögliches Ende des Programms. Open Office und Libre Office hatten sich zunächst als eigenständige Softwareprojekte von Openoffice.org abgekapselt und wurden später von Oracle aufgekauft. Da eine Gruppe Programmierer sich stark durch die neuen Vorlagen eingeschränkt fühlte, gründeten sie Libre Office, um ein von der Hauptfirma unabhängiges Programm umzusetzen, das bis heute regelmäßig Updates und neue Features herausbringt. Oracle verlor danach schnell das finanzielle Interesse an dem verbliebenen Gemeinschaftsprojekt „Open Office“ und übergab es an Apache.

Hier erwartete die Entwickler eine Umstellung auf neue Lizenzen, das groß angelegte Umschreiben des Codes und strenge Vorgaben zur monatlichen Berichterstattung über den „Fortschritt“ des Projektes. Doch durch den Verlust vieler kompetenter Mitarbeiter, die die Softwareentwicklung in den letzten Monaten für andere Berufschancen verließen, verzeichnete das Projekt einen deutlichen Rückgang an Innovation und Stabilität. Sicherheitslücken, fehlende Updates (das letzte ist bereits über ein Jahr her) und der Leistungsdruck seitens Apache sorgten deshalb für Hamiltons Entscheidung. Dieser sei momentan im Gespräch mit einem der anderen OpenOffice.org Ableger (vorraussichtlich Libre Office, dies ist jedoch noch nicht sicher bekannt), um über eine Kooperation zur Rettung des Programmes zu diskutieren.

Titelfoto: Open Office, Bearbeitung: Chery

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