HALBE / HALBE Pop-Up Store – Im Interview über Design, Coffee & Special Events

Auf der Suche nach trendigem Design noch einen aromatischen Kaffee schlürfen, das wär’s doch. Könnte man denn nicht ein dickes Stück Kuchen mampfen, während man gerade auf der Jagd nach seinem neuen Lieblingsstück ist? Nur gewusst wo! Wer shoppen und gleichzeitig entspannen will, der wird bei unserem Mainzer Pop-Up Store „HALBE HALBE“ fündig. Wie der Name schon verrät handelt es sich dabei um einen kreativen Spagat zwischen ausgewählten Designprodukten und leckeren Kaffeespezialitäten, der erstmals im Mai diesen Jahres seine Türen öffnete.
Die modernen Räumlichkeiten bestechen durch ungewöhnliche Gestaltung, einer großen Auswahl an kultigen Items und einem gemütlichen Café-Bereich samt Theke. Stilvolle Deko, abgefahrene Gadgets, Kleidung oder Bücher – jeder vom Fashionista bis zum Geek kann seine Fantasie dort berieseln lassen und sich ein Stück Design mit nach Hause nehmen.

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Nekonique hat sich für euch mit der Projektleiterin Pia Franziskus getroffen und wollte wissen woher der coole Einfall zu diesem Konzept kam. Vor Ort brachte mich erstmal das neue Special „Human Minigolf“ zum Lachen, denn auch Events gehören beim Angebot dazu. Als wir es uns im Sonnenschein auf der Couch bequem machten, verriet sie mir folgendes:

Chery: Wer steht hinter dem Projekt und wie seid ihr auf die Idee dazu gekommen?
Pia: Dahinter steht die Projektagentur „Neue Projekt GmbH & Co. KG“ aus Mainz, dem Veranstalter vom Stijl Designmarkt und Initiator des Onlinemarktplatzes für junges, deutsches Produktdesign „Selekkt.com“. Aus diesen beiden Projekten resultierte die Idee zu HALBE HALBE: Auf Selekkt gibt es mittlerweile über 950 aktive Verkäufer, die insgesamt 5- 6 Tausend Produkte anbieten.
Diese Artikel sind im Web stets verfügbar – der Nachteil besteht aber darin, dass man sie als Kunde nicht anfassen kann. Auf der Stijl ist es andersherum, man hat nur eine bestimmte Auswahl vor Ort und das nur temporär, kommt dafür aber mit dem Hersteller und dem Produkt in direkten Kontakt. So entstand der Gedanke beide Aspekte unter einem Dach zu vereinen. Jetzt gibt es die Chance sich die Produkte richtig anzusehen, sie im Raum wirken zu lassen, was manche Stücke einfach brauchen. Und nach einer Weile tauschen sie Plätze mit Neuem.

Chery: Wenn ihr Designstücke für HALBE HALBE aussucht, kommen die Künstler da auf euch zu oder wählt ihr die Items selbst aus?
Pia:
Sowohl als auch, in der Anfangsphase haben wir, um das Projekt etwas bekannter zu machen, mit vielen von unseren Selekkt-Designern geredet, damit wir aus verschiedensten Bereichen von Fashion, über Papeterie bis zu Möbeln eine große Bandbreite anbieten können. So steht zu den monatlich wechselnden „Themen“ die wir haben, stets das passende bereit. Als sich diese Handhabung später etabliert hatte, kamen natürlich auch Designer aus der Region auf uns zu.

Chery: Wir befinden uns hier in der Flachsmarktstraße, direkt am Puls der Innenstadt. Ist der Store neben seiner Existenz in der Hauptstadt noch anderweitig anzutreffen?
Pia:
Den Store gibt es ausschließlich in Mainz, er ist unser Pilotprojekt. Die Stijl nahm ja auch hier ihren Anfang, bis die Prozesse quasi so geschliffen wurden, das man gesagt hat, komm, jetzt gehen wir mit dem Konzept in die Städte hinaus! Bei HALBE HALBE ist es ähnlich – wir kommen nicht aus dem Einzelhandel, deshalb ist das ein tolles, neues Erfahrungsfeld – und probieren jetzt die Idee als lokaler Store aus. Einen „eigenen“ Onlineshop gibt es nicht, dazu haben wir ja Selekkt.com.

Chery: Die Installation der Möbel und Raumaufteilung des Stores ist modern, ungewöhnlich und schön gestaltet. Wer steht so gesehen hinter dem „Design des Designshops“?
Pia:
Das ist in Zusammenarbeit mit einem kleinen, Mainzer Architekturbüro „Formaat“ entstanden. Dort haben wir unsere Vorstellungen eingebracht, sodass uns einige Entwürfe vorgeschlagen werden konnten. Viele Last-Minute Ideen entstanden im Prinzip auch während des Aufbaus.

Chery: Ihr seid ja nicht nur Pop-Up Store, sondern auch gleichzeitig Café. Welche Speisen bietet ihr in diesem Teil des Ladens an?
Pia:
In unserer anderen Hälfte des Konzeptes, dem Genussbereich, bieten wir alle Kaffeespezialitäten aus der Siebträgermaschine an, sprich Cappuccino, Milchkaffee, Latte Macchiato und mehr. Zur Zeit gibt es auch eine feine Essensauswahl vom „Stullen Andi“ (Anmerkung d.R.: Caterer und Food Truck aus Mainz) und natürlich Kuchen.

Chery: Außerdem bietet ihr ja immer wieder themenbasierte „Specials“ an – was dürfen wir uns unter diesen Veranstaltungen vorstellen?
Pia:
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Kultursommer Rheinland-Pfalz gibt es jeden Monat, passend zum jeweiligen Thema, ein kleines Event. Zum Beispiel ein Talk & Taste mit den Jungs von Eulchen-Bier, Brit von KWISIN und den Machern von Kuehn Kunz Rosen im Monat Mai, zum Thema „Genießen“. Man bekam ein Bild von ihren Herstellungsprozessen und Gründungsideen, erfuhr dass sie vor ihrer jetzigen Tätigkeit etwas völlig anderes getan haben und warum sie sich dazu entschieden hatten, etwas zu ändern. Dazu reichten sie leckere Kostproben ihres Angebots.
Im Juni zum Thema „Anziehen“ gab es Nähworkshops mit der Melle Munz von „Zur Anprobe“, wo man selbst aktiv und kreativ werden konnte. Im Juli haben wir mal über den Rheinland-Pfalz-Tellerrand hinaus geschaut und hatten Besuch von Dust&Glory aus Köln, die machen Espressi auf Rooibos- und Honeybush-Basis, wobei von den Ernten in Südafrika erzählt und die Zubereitung vorgeführt wurde. Weiteres Highlight zur Rubrik „Reisen“ war ein sehr spannender Fotografie-Vortrag von Pascal Kerouche aus Hamburg, der ja schon wahnsinnig viel herum gekommen ist. Zu diesen Anlässen haben wir unsere Theke so konzipiert, das sie mobil ist und wir sie mit Hilfe von Rollen flexibel jeder Veranstaltung anpassen können.

Ein großes Merci an die liebe Pia für die Zeit und das tolle Interview!

HALBE/HALBE ist übrigens auch auf Facebook und im Web unterwegs, im Anschluss noch ein paar Fotos, die ich beim „Opening Event“ mit Musik und Drinks gemacht hatte.

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Fotos: Chery

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